Investitionskredit abgelehnt – was tun, wenn die Bank Nein sagt?

Es passiert öfter, als man denkt: Man hat ein gut geplantes Vorhaben, vielleicht sogar Angebote eingeholt und die Finanzierung vorbereitet. Doch dann kommt die Absage.

Die Bank lehnt den Investitionskredit ab.
Ein Schlag in die Magengrube – aber kein Grund aufzugeben.

Ich möchte heute darüber sprechen, warum Kreditanträge abgelehnt werden, was man in so einem Fall tun kann – und wie man doch noch an eine Finanzierung kommt.


Absage bedeutet nicht das Ende

Zunächst: Eine Ablehnung ist kein K.-o.-Kriterium für dein Vorhaben. Sie bedeutet nur, dass diese eine Bank, zu diesem Zeitpunkt, mit deinen aktuellen Unterlagen und Zahlen nicht überzeugt war. Mehr nicht.

Viele Unternehmer bekommen beim zweiten oder dritten Versuch doch noch ihren Kredit – mit besseren Unterlagen, einer anderen Strategie oder einfach bei einer anderen Bank.

Also: nicht ärgern, sondern analysieren.


Die häufigsten Gründe für eine Ablehnung

In den meisten Fällen liegt es an der Kombination aus Bonität, Sicherheiten und Unterlagen.

Wenn z. B. deine Einnahmen stark schwanken, deine Eigenkapitalquote niedrig ist oder die Bank den Verwendungszweck nicht nachvollziehen kann, steigt das Risiko aus Sicht des Kreditgebers.

Auch fehlende oder unvollständige Unterlagen sind ein echter Dealbreaker. Wer keine BWA, keinen Investitionsplan oder keinen Überblick über bestehende Verbindlichkeiten vorlegt, macht es der Bank schwer, Vertrauen zu fassen.


Was du nach der Ablehnung tun kannst

Der wichtigste Schritt: Nachfragen.

Lass dir erklären, warum der Antrag abgelehnt wurde – und bitte um eine offene Einschätzung. Viele Berater geben durchaus Hinweise, woran es gelegen hat. Genau diese Punkte solltest du dann gezielt verbessern.

Überlege auch, ob du mit einer anderen Bank sprechen willst. Jede Bank bewertet ein Vorhaben etwas anders. Was bei der einen nicht durchgeht, kann bei der nächsten schon ganz anders aussehen.


Alternativen prüfen – Förderkredite, Bürgschaften, Plattformen 💡

Wenn klassische Banken zögern, gibt es oft andere Wege.
Ein Beispiel: Die KfW oder Landesförderbanken vergeben Kredite mit Haftungsfreistellung, sodass das Risiko für die Hausbank geringer ist. Damit steigen auch deine Chancen auf Zusage.
Auch Bürgschaftsbanken sind eine gute Möglichkeit, wenn es an Sicherheiten mangelt. Sie springen ein, wenn du selbst keine Immobilie oder große Rücklagen vorweisen kannst.

Und für kleinere Investitionen gibt es mittlerweile auch Kreditplattformen, bei denen private oder institutionelle Investoren entscheiden – oft auf Basis deines Projekts, nicht nur deiner Zahlen.


Ablehnung ist nur eine Station – kein Ziel 🚫

Die Absage eines Investitionskredits ist ärgerlich, klar. Aber sie ist auch eine Chance, besser zu werden – und mit mehr Vorbereitung, besseren Argumenten und dem passenden Partner doch noch ans Ziel zu kommen.
Wichtig ist, dass du dranbleibst, deine Zahlen kennst und bereit bist, transparent zu kommunizieren. Manchmal braucht’s nur ein bisschen mehr Zeit, ein überarbeiteter Businessplan – oder einfach den Mut, eine zweite Anfrage zu stellen.

💪 Nicht aufgeben – nachjustieren und nochmal anklopfen. Es lohnt sich.


 

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