Investitionskredit für Unternehmensgründung – was Gründer wissen müssen

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist aufregend, mutig – und in den meisten Fällen auch teuer. Egal ob Café, Onlinehandel, Handwerksbetrieb oder IT-Dienstleister: Wer gründet, braucht Kapital.
Die gute Nachricht zuerst: Es gibt Investitionskredite speziell für Gründer, und sie sind oft besser als ihr Ruf. Die weniger gute Nachricht: Man muss wissen, wie man drankommt – und was man dafür mitbringen muss.


Ohne Plan kein Kredit

Eines gleich vorweg: Ein Investitionskredit für Gründer funktioniert nicht wie ein klassischer Konsumentenkredit. Niemand gibt dir einfach so 50.000 Euro, nur weil du eine gute Idee hast.

Was zählt, ist Vorbereitung. Banken und Förderinstitute wollen sehen, dass du dein Vorhaben durchdacht hast. Dazu gehört ein tragfähiger Businessplan, realistische Zahlen, ein Finanzierungskonzept – und vor allem: die Antwort auf die Frage, wie du das Geld zurückzahlen willst.


Die wichtigsten Programme für Gründer

Besonders bekannt ist der KfW-StartGeld. Bis zu 125.000 € gibt es hier – für Investitionen, Betriebsmittel oder die Übernahme eines Unternehmens.

Der große Vorteil:

  • Feste Zinsen
  • Bis zu 5 Jahre Laufzeit (teils mit tilgungsfreier Anfangsphase)
  • Keine Sicherheiten nötig – in vielen Fällen reicht eine Bürgschaft oder der gute Plan

Auch Landesförderinstitute (wie die NRW.BANK, L-Bank oder SAB) bieten eigene Gründungsprogramme an – oft abgestimmt auf die Region und Branche.

💡 Tipp: Diese Programme beantragt man nicht direkt bei der KfW, sondern über die eigene Hausbank – also unbedingt rechtzeitig Kontakt aufnehmen!


Wie viel Eigenkapital brauchst du als Gründer?

Die oft gestellte Frage: Reicht ein Kredit – oder muss ich auch Eigenkapital mitbringen?

Die Antwort ist: Es kommt drauf an.

Je nach Vorhaben fordern Banken einen Eigenanteil von 10–20 %. Das zeigt, dass du selbst „Skin in the Game“ hast – also bereit bist, mit eigenem Geld zu haften. Wenn du kein Eigenkapital hast, ist das kein Ausschlusskriterium, aber es macht die Sache deutlich schwerer.

In solchen Fällen können auch Bürgschaftsbanken weiterhelfen – sie springen ein, wenn Sicherheiten fehlen.


Was du nicht unterschätzen solltest

Ein häufiger Fehler bei Gründern: Sie unterschätzen den Kapitalbedarf. Da wird zu knapp kalkuliert, Rücklagen vergessen oder unvorhergesehene Ausgaben ausgeblendet.

Ein guter Investitionskredit hilft nicht nur beim Start, sondern gibt dir auch die finanzielle Luft, um die ersten Monate zu überstehen – bis die Einnahmen fließen.

Außerdem wichtig: Plane einen realistischen Zeitraum bis zur Kreditzusage ein. Ein Förderkredit ist kein Express-Produkt. Von der Idee bis zur Auszahlung können locker ein paar Wochen vergehen – also: rechtzeitig starten.


Investitionskredit als Gründungsturbo nutzen 🧭

Ein Investitionskredit kann die Grundlage für eine erfolgreiche Gründung sein – wenn er richtig geplant und beantragt wird.
Es geht nicht darum, einfach Geld zu bekommen. Sondern darum, dein Vorhaben solide zu finanzieren – mit klarem Ziel, gesundem Puffer und einem durchdachten Plan.

Denn wer mit Struktur startet, steht später stabil. Und genau das ist es, was gute Gründer von glücklichen Zufällen unterscheidet.

Also: Mut haben, gut vorbereiten – und dann mit Rückenwind loslegen 🚀

 

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