Investitionskredite: Wann sich eine Anschlussfinanzierung lohnt und wie ihr die besten Konditionen bekommt

Viele Unternehmen finanzieren größere Investitionen mit langfristigen Krediten. Doch was passiert, wenn die Zinsbindung endet oder die Restschuld beglichen werden muss?

Hier kommt die Anschlussfinanzierung ins Spiel. Doch wann lohnt sie sich? Wie bekommt ihr die besten Konditionen? Und welche Fehler solltet ihr vermeiden?

In diesem Artikel erfahrt ihr:
✅ Wann eine Anschlussfinanzierung sinnvoll ist.
✅ Welche Optionen es gibt und wie ihr die besten Konditionen sichert.
✅ Welche Fehler euch teuer zu stehen kommen können.


1. Was ist eine Anschlussfinanzierung und wann braucht ihr sie?

📌 Eine Anschlussfinanzierung ist notwendig, wenn die Laufzeit eures aktuellen Kredits endet, aber noch eine Restschuld besteht.

🚨 Typische Situationen, in denen eine Anschlussfinanzierung nötig ist:

  • Euer bestehender Kredit hat eine Zinsbindung, die bald ausläuft.
  • Ihr habt einen endfälligen Kredit, der jetzt abgelöst werden muss.
  • Eure Tilgung war zu niedrig, sodass eine Restschuld übrig bleibt.

💡 Fazit: Eine clevere Anschlussfinanzierung kann euch helfen, Zinsen zu sparen und eure Liquidität zu schonen!


2. Welche Anschlussfinanzierungs-Optionen gibt es?

📌 1. Prolongation (Verlängerung beim bisherigen Kreditgeber)
🔹 Ihr bleibt bei eurer aktuellen Bank und verhandelt neue Zinsen & Konditionen.
Vorteil: Einfacher Prozess, da die Bank euch bereits kennt.
Nachteil: Ihr bekommt oft nicht die besten Konditionen – Vergleich lohnt sich!

📌 2. Umschuldung zu einer anderen Bank
🔹 Ihr wechselt die Bank, um bessere Zinsen oder flexiblere Rückzahlungsmöglichkeiten zu erhalten.
Vorteil: Bessere Konditionen möglich, da neue Anbieter oft attraktive Angebote machen.
Nachteil: Es können Gebühren für die Umschuldung anfallen (z. B. Grundbuchumschreibung bei Immobilien).

📌 3. Forward-Darlehen (Anschlussfinanzierung im Voraus sichern)
🔹 Ihr sichert euch schon heute einen neuen Zinssatz für einen Kredit, der erst in Zukunft beginnt.
Vorteil: Schutz vor steigenden Zinsen, Planungssicherheit.
Nachteil: Falls die Zinsen weiter sinken, seid ihr an den vereinbarten (höheren) Zinssatz gebunden.

💡 Tipp: Falls ihr eine Anschlussfinanzierung braucht, solltet ihr mindestens 6–12 Monate vorher aktiv werden!


3. Wann lohnt sich eine Umschuldung statt einer Prolongation?

📌 Eine Umschuldung lohnt sich besonders, wenn:
✅ Eure aktuelle Bank keine attraktiven Konditionen bietet.
✅ Die Marktzinsen niedriger sind als euer bestehender Zinssatz.
✅ Ihr flexiblere Rückzahlungsbedingungen möchtet (z. B. Sondertilgungen).

🚨 Aber Achtung:

  • Manche Banken verlangen eine Vorfälligkeitsentschädigung, wenn ihr frühzeitig umschuldet.
  • Falls eine Grundschuld eingetragen ist, muss sie oft umgeschrieben werden – das kann Gebühren kosten.

💡 Tipp: Holt mindestens drei Angebote ein, bevor ihr euch für eine Anschlussfinanzierung entscheidet!


4. Wie bekommt ihr die besten Konditionen für eure Anschlussfinanzierung?

📌 1. Vergleicht die aktuellen Zinssätze frühzeitig
🔹 Beobachtet die Entwicklung der Marktzinsen mindestens 6 Monate vor Ablauf der Zinsbindung.
🔹 Nutzt Online-Kreditvergleiche, um günstige Angebote zu finden.

📌 2. Verhandelt mit eurer aktuellen Bank
🔹 Fragt aktiv nach besseren Konditionen – oft gibt es Spielraum für Verhandlungen.
🔹 Falls ihr ein besseres Angebot von einer anderen Bank habt, nutzt es als Verhandlungsbasis.

📌 3. Nutzt ein Forward-Darlehen, falls Zinsen steigen
🔹 Falls Experten steigende Zinsen erwarten, sichert euch schon heute einen festen Zinssatz.

📌 4. Prüft flexible Rückzahlungsoptionen
🔹 Verhandelt Sondertilgungen oder Ratenanpassungen, um flexibel zu bleiben.

💡 Tipp: Falls ihr eine große Sondertilgung plant, prüft, ob eine Mischung aus Anschlussfinanzierung & Teilrückzahlung die beste Lösung ist!


5. Häufige Fehler bei der Anschlussfinanzierung – und wie ihr sie vermeidet

🚨 1. Zu lange warten und am Ende unter Zeitdruck entscheiden
❌ Viele Unternehmen kümmern sich erst um die Anschlussfinanzierung, wenn die Zinsbindung fast abgelaufen ist.
Besser: Mindestens 6–12 Monate vorher Angebote vergleichen!

🚨 2. Erstbestes Angebot akzeptieren
❌ Viele Kreditnehmer bleiben einfach bei ihrer alten Bank, ohne Alternativen zu prüfen.
Besser: Mindestens drei Banken vergleichen!

🚨 3. Keine Sondertilgungen einplanen
❌ Falls ihr eine größere Summe tilgen könnt, aber eure neue Finanzierung das nicht erlaubt, zahlt ihr unnötige Zinsen.
Besser: Sondertilgungen in den neuen Vertrag einbauen!

🚨 4. Umschuldungskosten nicht einberechnen
❌ Falls ihr die Bank wechselt, können Gebühren für Grundbuchänderungen oder Vorfälligkeitsentschädigungen anfallen.
Besser: Alle Kosten mit einrechnen, um zu prüfen, ob sich die Umschuldung lohnt!

💡 Tipp: Falls die Gebühren zu hoch sind, kann eine Prolongation mit verbesserten Konditionen die bessere Lösung sein.


6. Fazit: Die richtige Anschlussfinanzierung spart euch viel Geld!

📌 Wer sich frühzeitig um seine Anschlussfinanzierung kümmert, sichert sich die besten Zinsen und bleibt finanziell flexibel.

So sichert ihr euch die besten Konditionen:
Mindestens 6–12 Monate vorher mit der Planung beginnen.
Zinsen vergleichen & aktiv mit der aktuellen Bank verhandeln.
Prüfen, ob eine Umschuldung zu einer anderen Bank lohnt.
Flexible Rückzahlungsoptionen wie Sondertilgungen einbauen.
Forward-Darlehen nutzen, falls Zinsen steigen könnten.

💡 Tipp: Wer clever verhandelt und verschiedene Optionen prüft, kann sich über die Laufzeit hinweg Tausende Euro an Zinsen sparen!

💬 Habt ihr bereits Erfahrungen mit einer Anschlussfinanzierung gemacht? Welche Strategie habt ihr genutzt? Schreibt es in die Kommentare – ich freue mich auf eure Fragen!

 

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