Du hast deinen Investitionskredit beantragt, alle Unterlagen eingereicht und nun wartest du… und wartest… und fragst dich irgendwann: „Wie lange dauert das eigentlich?“
Eine berechtigte Frage – gerade wenn du schon Angebote eingeholt, Verträge vorbereitet oder eine Investition terminlich eingeplant hast. Die gute Nachricht: Es gibt klare Faktoren, die beeinflussen, wie schnell ein Investitionskredit tatsächlich ausgezahlt wird.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wovon die Dauer abhängt, welche Schritte du beachten solltest – und wie du den Prozess aktiv beschleunigen kannst 🚀
Von der Anfrage bis zur Auszahlung – was passiert da eigentlich?
Viele denken: Antrag stellen, Entscheidung abwarten, Geld kommt.
In Wahrheit sieht das Ganze so aus:
- Du stellst deinen Antrag – bei der Hausbank oder über ein Förderprogramm.
- Die Bank prüft deine Unterlagen, stellt Rückfragen, fordert ggf. Nachweise nach.
- Bei Förderkrediten wie z. B. der KfW kommt ein zweiter Prüfer ins Spiel – die Förderbank.
- Nach Bewilligung folgt die Vertragsunterzeichnung.
- Erst dann wird das Geld ausgezahlt – meist auf Abruf oder nach Vorlage von Rechnungen.
Klingt aufwendig? Ist es manchmal auch – aber du kannst einiges tun, damit es schneller geht.
Durchschnittliche Dauer – und wovon sie wirklich abhängt
In der Praxis dauert die Bewilligung und Auszahlung eines Investitionskredits im Schnitt zwischen 2 und 6 Wochen.
Manchmal geht’s schneller – bei kleineren Beträgen oder bei bestehenden Kunden.
Bei Förderkrediten oder komplexeren Vorhaben kann es aber auch deutlich länger dauern – 8 bis 12 Wochen sind keine Seltenheit, vor allem wenn Rückfragen im Raum stehen oder Unterlagen fehlen.
Entscheidend sind:
- Wie vollständig und plausibel deine Unterlagen sind
- Ob du mit deiner Hausbank arbeitest oder eine neue Beziehung aufbaust
- Ob ein Förderinstitut beteiligt ist
- Und: wie gut du vorbereitet bist 😉
Wie du den Prozess beschleunigst ✅
Ein paar einfache Dinge können richtig viel Zeit sparen:
Bereite deine Unterlagen sauber vor. Dazu gehören BWA, EÜR, Steuerbescheide, ein schlüssiger Investitionsplan – und idealerweise Angebote oder Rechnungen für das, was du finanzieren willst.
Sei erreichbar und reaktionsschnell. Je schneller du auf Rückfragen reagierst, desto flüssiger läuft’s.
Stimme dich mit deiner Bank ab: Manche Institute bieten eine Art „Checkliste“ für die Kreditvorbereitung – frag ruhig danach.
Wenn ein Förderkredit im Spiel ist: Klär mit der Hausbank vorab, welche Programme passen – und stell den Antrag vor Beginn der Maßnahme. Ein unterschriebener Kaufvertrag vor Antragstellung kann nämlich das ganze Fördervorhaben kippen.
Kreditdauer realistisch einschätzen – und klug vorbereiten
Niemand wartet gern. Aber bei Investitionskrediten gilt: Geduld ist Teil des Spiels, zumindest ein Stück weit. Wer weiß, worauf es ankommt, kann den Prozess aber deutlich abkürzen – und die Auszahlung gezielt vorbereiten.
Wenn du mit realistischen Zeiträumen rechnest, dich gut vorbereitest und eng mit deiner Bank zusammenarbeitest, wird der Investitionskredit nicht zum Geduldsspiel – sondern zum strategischen Werkzeug für deinen Unternehmenserfolg.
💡 Und vielleicht sogar schneller, als du denkst.
Bis bald.